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Xenical

Orlistat

Orlistat ist ein Arzneistoff zur Behandlung von Adipositas (Übergewicht), der in Kombination mit einer ärztlich überwachten Reduktionsdiät eingesetzt werden soll. Es verringert – ohne den Appetit zu zügeln – die Fettresorption und damit die Nährstoff-Aufnahme („Kalorien“) aus dem Darm, indem fettzerlegende Enzyme gehemmt werden. Es wird so gut wie nicht resorbiert. Die bisherigen Daten zeigen, dass (nur) für einen Teil der Patienten eine Reduktion des Körpergewichts um bis zu zehn Prozent möglich ist. Somit soll Orlistat auch nicht weiter eingenommen werden, wenn der Patient nach zwölf Wochen Einnahmedauer nicht fünf Prozent seines Ausgangsgewichts verloren hat.

Orlistat, Xenical & Alli

Xenical 120 mg ist in Deutschland (zugelassen seit 1998), Österreich und der Schweiz – wie in vielen anderen Staaten – verschreibungspflichtig, d.h. nur auf Rezept erhältlich. In Griechenland, Australien und vielen Teilen Asiens wird das Medikament rezeptfrei in Apotheken verkauft.

Im Februar 2007 hat die Food and Drug Administration (FDA) und im Januar 2009 die Europäische Kommission die Zulassung für eine rezeptfreie Formulierung zu 60 mg Orlistat mit dem Handelsnamen Alli erteilt. Seit April 2009 ist Alli als rezeptfreies, apothekenpflichtiges Arzneimittel in Deutschland und Österreich im Handel. Von den Herstellern Hexal AG und Ratiopharm wurden im weiteren Verlauf arzneistoffgleiche Nachahmerpräparate (Generika) herausgebracht, wobei diese unter dem Arzneistoffnamen Orlistat vertrieben werden. In Österreich zeigten Testkäufe, dass das Medikament häufig auch abweichend von der Indikation und unter Missachtung der Kontraindikationen in Apotheken verkauft wird. Es gibt daher vereinzelt Überlegungen, ob der rezeptfreie Status von Orlistat ausreichend sicher ist.

Nebenwirkung/Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Hauptsächlich und sehr häufig werden Magen-Darm-Nebenwirkungen beobachtet: Steatorrhoe (Fettstühle), ein unangenehmes Stuhlschmieren (anal leakage), vermehrte Darmperistaltik, Stuhldrang und vermehrter Stuhlgang und Flatulenz (Darmwinde). Die Serumspiegel fettlöslicher Vitamine sinken unter Orlistat infolge einer Beeinträchtigung der Resorption durch das Medikament. Erniedrigte Werte sind für die Vitamine D, E und β-Carotin dokumentiert. Normalbereiche werden zwar im Durchschnitt nicht unterschritten, jedoch können in einzelnen Fällen pathologisch erniedrigte Werte vorkommen. Unter Umständen sollte dann eine therapiebegleitende Vitamin-Ergänzung erfolgen. Nachdem für die 120 mg Dosis in der Zeit von August 2009 bis Januar 2011 21 und von Mai 2007 bis Januar 2011 für die 60 mg Dosis 9 Verdachtsfälle für eine, in seltenen Fällen schwerwiegende, leberschädigende Wirkung aufgetreten sind, will die europäische Arzneimittelagentur prüfen, inwieweit eine Neubewertung von Orlistat erforderlich ist.

Eine im Dezember 2012 publizierte Studie warnt davor, dass Orlistat andere Medikamente, z.B. Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder Zytostatika in ihrer Wirkung negativ beeinflusst. Die Zahl der unerwünschten Arzneimittelwirkungen hat zugenommen, seitdem der Wirkstoff auch ohne Rezept verfügbar ist.

Quelle: Wikipedia

Orlistat Erfahrungen

Vorteile:

  • Fettaufnahme im Darm wird reduziert
  • Rezeptfreies Abnehmmittel
  • Zur Behandlung von Adipositas (Übergewicht) geeignet

Nachteile:

  • Für höhere Dosierungen ist ärztliches Rezept notwendig
  • Reduziert nicht den Appetit sondern nur die Fettaufnahme im Darm
  • Fettarme Ernährung ist notwendig
  • Wirkt nicht bei allen Anwendern
  • Ausgeprägte Nebenwirkungen
  • Flaturlenz, Bauchkrämpfe und unwillkürlicher Stuhlgang können zwischen 15 und 30% der Anwender betreffen
  • Stuhlinkontinenz kann in bis zu 5% der Fälle auftreten

indem Fett zerlegende Enzyme gehemmt werden. Es wird so gut wie nicht resorbiert.

Die bisherigen Daten zeigen, dass (nur) für einen Teil der Patienten eine Reduktion des Körpergewichts um bis zu zehn Prozent möglich ist. Somit soll Orlistat auch nicht weiter eingenommen werden, wenn der Patient nach zwölf Wochen Einnahmedauer nicht fünf Prozent seines Ausgangsgewichts verloren hat.

Orlistat Wirkungsweise

Orlistat hemmt fettzerlegende Enzyme und somit die Fettaufnahme. In der Folge werden bis zu 30% des aufgenommenen Fettes unverdaut über den Stuhl wieder ausgeschieden. Die Hemmung der Fettaufnahme im Darm führt dabei zu Gärung, Gasbildung und Verflüssigung des Stuhlgangs. Dabei kommt es zum umgangsprachlich genannten „Fettstuhl“.

Die Störwirkungen von Orlistat sind um so ausgeprägter, je mehr Fett die Nahrung enthält und werden bisweilen verschleiernd als „erzieherische Wirkung“ bezeichnet. Uns erscheinen die unangenehmen Folgen eher als Abstrafung: Die Hemmung der Fettabsorption im Dünndarm führt zu Gärung, Gasbildung und Verflüssigung im Kolon mit erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag: Flatulenz, Bauchkrämpfe, unwillkürlicher Stuhlgang betreffen jeweils 15-30% der Anwender, Stuhlinkontinenz 4%. Bizarr: In den USA rät der Hersteller Anwendern, dunkle Hosen zu tragen und Kleidung zum Wechseln mit zur Arbeit zu nehmen.

Quelle: Wikipedia